Keine Mittelstreckenwaffen - nirgends!

Alle Infos zur Demo am 30.5.2026 in Wiesbaden

Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ ruft mit zahlreichen Partnerorganisationen für den 30. Mai 2026 zur bundesweiten Demo in Wiesbaden auf. Zusammen stellen wir uns gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa!

Alle Infos rund um die Demos findest du hier.

Die Seite wird laufend aktualisiert.

Aufruf-Update vom 7. Mai 2026

Es bleibt dabei: Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!

Aufruf-Update zur Demo am 30.5. in Wiesbaden

 

Die Pläne der USA, Raketen und Marschflugkörper in Deutschland aufzustellen, sind vorerst vom Tisch. Das ist eine gute Nachricht! Doch es gibt weiterhin genug Gründe, um gegen den Rüstungsrausch der Regierenden zu protestieren!

Ob das Wort des US-Präsidenten auch in drei Monaten noch etwas zählt, darf getrost in Frage gestellt werden. Gleichzeitig sind wir empört über die reflexartigen Rufe aus der deutschen und europäischen Politik, die nun möglichst schnell in eigener Regie Mittelstreckenwaffen entwickeln und aufstellen will.

Dabei ist klar: Mittelstreckenwaffen sind reine Angriffswaffen und erhöhen die Kriegsgefahr. Auch deutsche oder europäische Marschflugkörper bergen das gravierende Risiko eines Präventivangriffs und gefährden somit unsere Sicherheit. Daher bleibt unser Ziel ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!

Wir wenden uns zudem gegen die US-Militärstützpunkte in Deutschland, die erneut für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg genutzt werden. Insbesondere die Air Base Ramstein spielt im Krieg gegen den Iran eine zentrale Rolle, aber auch Wiesbaden beherbergt wichtige Hauptquartiere der USA für ihre Kriege in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten. Wir fordern die Bundesregierung auf, Völkerrecht zu respektieren, jegliche Kriegsbeteiligung zu beenden und den USA die Nutzung ihrer Basen hier unverzüglich zu untersagen. Sie müssen so schnell wie möglich aufgelöst und alle Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden.

Dass die USA jetzt vorerst keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren, muss als Gelegenheit für neue Initiativen zur internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung betrachtet werden. Dafür gehen wir am 30. Mai in Wiesbaden auf die Straße! Wir sagen: „Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!“ und bekräftigen unsere Forderungen:

  • Die Stationierung von US-amerikanischen Mittelstreckenwaffen in Deutschland dauerhaft zu unterbinden
  • Das US-Raketenbefehlskommando in Mainz-Kastel ersatzlos abzuziehen
  • Das Projekt zur Entwicklung eigener europäischer Mittelstreckenwaffen (ELSA) zu stoppen und keine eigenen Hyperschallraketen zu entwickeln
  • Keine Tomahawk-Marschflugkörper und Abschussrampen von den USA zu erwerben
  • Verhandlungen über Rüstungskontrolle zu führen, um ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag, der von 1988 bis 2019 Mittelstreckenraketen in Europa verboten hat, und dadurch auch einen Abzug russischer Mittelstreckenwaffen wie der „Oreshnik“ zu erreichen
  • Die allgemeine gesellschaftliche Militarisierung und die Reaktivierung des Kriegsdienstzwangs zu stoppen
  • Kriege und Konflikte diplomatisch statt militärisch zu lösen
  • Weltweit für eine sichere und friedliche Zukunft einzutreten und dabei auch mit den Staaten zusammenzuarbeiten, zu denen westliche Länder in machtpolitischer und/oder wirtschaftlicher Konkurrenz stehen

Mittelstreckenwaffen, nirgends! Keine „Dark Eagle“ und „Tomahawk“ in Grafenwöhr, Befehlskommando in Wiesbaden auflösen!

Im Jahr 2024 vereinbarte (ohne jegliche parlamentarische oder gesellschaftliche Debatte) die deutsche mit der US-amerikanischen Regierung die Rückkehr von US-Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden. Nach über 35 Jahren, in denen diese gefährlichen Waffen aus Europa verbannt waren, soll 2026 ihre Stationierung beginnen, voraussichtlich auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der bayrischen Oberpfalz. Die Steuerung erfolgt über den Militärstandort Wiesbaden und eine Kommandozentrale im Stadtteil Mainz-Kastel. Über den Einsatz entscheidet der US-Präsident – also derzeit der unberechenbare Donald Trump. Welche Folgen das haben kann, zeigt die Reaktion des Iran auf die US-Bombardierungen: Alle US-Militärbasen in den umliegenden Ländern sind zu Angriffszielen geworden. Wir wollen nicht, dass so etwas auch in Wiesbaden und Grafenwöhr geschieht!

Mittelstreckenwaffen sind Angriffswaffen und erhöhen die Kriegsgefahr. Die Hyperschallrakete „Dark Eagle“ kann in ca. 10 Minuten Moskau treffen. Umgekehrt können genauso schnell russische „Oreshnik“-Raketen bei uns einschlagen. Es kann zu Fehlreaktionen kommen, denn bei einem Alarm bleibt keine Zeit für eine überlegte Entscheidung. Außerdem kann der Eindruck entstehen, selbst zuerst zuschlagen und Wiesbaden (als Ort der Kommandozentrale) und Grafenwöhr (als Ort der Stationierung) zerstören zu müssen. Auch wenn die Mittelstreckenwaffen nicht atomar bestückt werden, erhöhen sie die Gefahr einer Eskalation hin zum Atomkrieg.

Zusätzlich entwickelt die Bundesregierung im ELSA-Projekt mit anderen europäischen Staaten eigene Mittelstreckenwaffen und hat bei den USA weitreichende Tomahawk-Marschflugkörper und dafür geeignete Typhon-Startsysteme bestellt. Ein deutsch-britisches Startup hat vor Kurzem erstmals eine Hyperschallrakete getestet. Diese Aufrüstungsmaßnahmen verstärken die militärischen Spannungen und führen zu einem gefährlichen Wettrüsten.

Wir fordern:

  • Die Stationierung von US-amerikanischen Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu unterbinden
  • Das US-Raketenbefehlskommando in Mainz-Kastel ersatzlos abzuziehen
  • Das Projekt zur Entwicklung eigener europäischer Mittelstreckenwaffen (ELSA) zu stoppen und keine eigenen Hyperschallraketen zu entwickeln
  • Keine Tomahawk-Marschflugkörper und Abschussrampen von den USA zu erwerben
  • Verhandlungen über Rüstungskontrolle zu führen, um ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag, der von 1988 bis 2019 Mittelstreckenraketen in Europa verboten hat, und dadurch auch einen Abzug russischer Mittelstreckenwaffen wie der „Oreshnik“ zu erreichen
  • Die allgemeine gesellschaftliche Militarisierung und die Reaktivierung des Kriegsdienstzwangs zu stoppen
  • Kriege und Konflikte diplomatisch statt militärisch zu lösen
  • Weltweit für eine sichere und friedliche Zukunft einzutreten und dabei auch mit den Staaten zusammenzuarbeiten, zu denen westliche Länder in machtpolitischer und/oder wirtschaftlicher Konkurrenz stehen

Wir richten unsere Forderungen an alle zuständigen Entscheidungsträger auf kommunaler, EU-, Landes- und Bundesebene. Wir rufen deshalb auf zu einer zeitgleichen Demonstration in Grafenwöhr und Wiesbaden am Samstag, den 30. Mai auf: Treffpunkt in Grafenwöhr um 13:00 Uhr, Stadtpark, in Wiesbaden um 12:30 Uhr, Hauptbahnhof.

Wir stellen klar:

Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften. Entsprechende Äußerungen oder das Zeigen einschlägiger Symbole haben auf unserer Kundgebung keinen Platz. Wir bitten auf Nationalfahnen und Parteifahnen zu verzichten. Willkommen sind Transparente, Fahnen und Schilder (auch mit Parteilogo), die Inhalt und Zielen der Demonstration entsprechen.

  • Aktion Frieden Wetterau
  • Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)
  • Antikriegsinitiative Mörfelden-Walldorf
  • attac | Kirchheim | München | Würzburg
  • Augsburger Friedensinitiative (AFI)
  • Darmstädter Friedensforum
  • Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen | Bundesverband | Oberpfalz
  • Erhard-Eppler-Kreis
  • Erlanger Bündnis für den Frieden
  • Frauen in Schwarz München
  • Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V.
  • Friedensbündnis Heidelberg
  • Friedensbündnis Mannheim
  • Friedensbüro – Komitee Friedenswoche Hannover e.V.
  • Friedensfähig statt erstschlagfähig – Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen
  • Friedensforum Fürth
  • Friedensforum Neumünster
  • Friedensforum Nürnberg
  • Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.
  • Friedensinitiative Hamburg-Süd
  • Friedensinitiative Main-Taunus
  • Friedensinitiative Mainz
  • Friedensinitiative Neumarkt
  • Friedensinitiative Nottuln
  • Friedensinitiative Rödelheim/Frankfurt
  • Friedensmuseum Nürnberg e.V.
  • Friedensnetz Saar
  • Friedensnetzwerk Regensburg
  • Friedensvernetzung Südwest
  • GEW Nordoberpfalz
  • gewaltfrei grün e.V.
  • Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg
  • Heidelberger Friedensratschlag
  • Internationale Sozialistische Organisation | Wi
  • IPPNW | Deutschland | Weiden
  • Kooperation für den Frieden
  • Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“
  • Münchner Friedensbündnis
  • NaturFreunde Deutschland
  • Netzwerk Friedenskooperative
  • Nie Wieder Krieg – Die Waffen nieder
  • Ökosozialistische Initiative | Mz/Wi
  • Ohne Rüstung Leben
  • Pressehütte Mutlangen
  • pax christi | Deutsche Sektion e.V. | Bamberg
  • Pride Rebellion Mainz
  • SDAJ | Bundesverband | Bayern | München
  • SDS Wiesbaden
  • Stuttgarter Wasserforum e.V.
  • VVN-BdA | Landshut | Nürnberg/Fürth
  • Wetzlarer Friedenstreff
  • Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung
  • Widerstandsgruppe | Mz/Wi
  • BSW | Hessen | Baden-Württemberg | Oberpfalz | Oberbayern | Frankfurt
  • Die Linke | Bayern | Wetterau
  • Linksjugend (Solid) | Hessen | Rheinland-Pfalz | Wiesbaden
  • DiEM25 Frankfurt
  • DKP | Bayern | München
  • MERA25 Hessen
  • MLPD Bamberg
  • RKP Wiesbaden

(Stand: 21.5.)

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Samstag, 30. Mai 2026
 
Start: 12.30 Uhr
Hauptbahnhof
 
Redebeiträge:

Auftaktkundgebung

  • Angelika Wilmen (Kampagnensprecherin “Friedensfähig statt erstschlagfähig”)
  • Julian Eder und Benjamin Bickert (Schulstreiks gegen Wehrpflicht)

Moderation: N.N. (Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung)

Abschlusskundgebung:

  • Ann Wright (US-Friedensaktivistin)
  • Wolfgang Prawitz (Evangelische Kirche Hessen)
  • Desiree Becker (MdB Die Linke)
  • Michael von der Schulenburg (MdEP BSW)
  • Lothar Binding (SPD)
Moderation: Beate Körsgen und Reiner Braun
 

Bitte informiere dich hier zum Stand der Aktion in Grafenwöhr: www.keine-raketen-nach-grafenwoehr.de/

Mobi-Flyer:

Flyer (Update vom 7.5.26) zum selber drucken als PDF:

Sharepic für Social Media:

Weitere Vorlagen zum selber anpassen:

Möchtet ihr mit eurer Gruppe selber einen Text verfassen mit dem ihr zur Demo aufruft? Dann nutzt dazu gerne diese Vorlagen:


Ganz einfach PDF ausdrucken und Rückseite mit eurem Text versehen. Oder auch auf A3 ausdrucken und als Plakat nutzen. Nicht vergessen ein „V.i.S.d.P.“ anzugeben.