Rüstung außer Kontrolle? Wege zu neuen Rüstungskontrollgesprächen

Podiumsdiskussion am 11. November 2026 in Berlin

In Deutschland und weltweit wird aufgerüstet. Damit wachsen auch die Risiken einer militärischen Eskalation. Rüstungskontrolle könnte dazu beitragen, diese Risiken zu begrenzen und ein unkontrolliertes Wettrüsten zu verhindern. Doch während Rüstungskontrollgespräche in den 1980er-Jahren ein wichtiges politisches Instrument waren, spielen sie heute weder im öffentlichen Diskurs noch in der Politik eine Rolle. Im Gegenteil: Zahlreiche bilaterale Rüstungskontrollabkommen wurden in den vergangenen Jahren gekündigt oder nicht verlängert.

Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Atomwaffen. Sie betrifft aber auch konventionelle Mittelstreckenwaffen, die schnell einsatzbereit und schwer zu orten sind. Deutschland plant, in den kommenden Jahren solche Waffensysteme für bis zu 12 Milliarden Euro zu beschaffen. Welche Eskalationsrisiken sind damit verbunden? Welche konkreten Schritte der Rüstungskontrolle wären heute sinnvoll? Und was könnte die Politik in Berlin und Brüssel tun, um neue Rüstungskontrollverhandlungen anzustoßen?

Über diese drängenden Fragen diskutieren wir auf dem Podium mit Expert*innen aus Wissenschaft und Politik.

  • Jeanne Dillschneider, MdB Bündnis 90/Die Grünen
  • Ralf Stegner, MdB SPD
  • Jan van Aken, MdB Die Linke
  • Franziska Stärk, Wissenschaftlerin, IFSH

Mit einer Einführung von Juli Hauschulz (Kampagnensprecherin und IPPNW-Referentin)

Veranstalter: Kampagne »Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!«

Die Kampagne ist ein Zusammenschluss von 56 Organisationen aus der Zivilgesellschaft. Sie protestiert gegen die Rückkehr landgestützter Raketen und Marschflugkörper nach Europa, klärt über ihre Risiken und Gefahren auf und fordert ein internationales Abkommen zur Begrenzung landgestützter Mittelstreckenwaffen.