Jahresrückblick 2025

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Angefangen bei unserem Offenen Brief gegen Mittelstreckenwaffen anlässlich der Bundestagswahl über zahlreiche kleinere und größere Aktivitäten bis hin zu unserer Postkartenaktion „Für eine Zukunft in Frieden – nicht im Bunker!“ – es gab jede Menge zu tun. Doch fest steht schon jetzt: 2026 werden die Herausforderungen nicht kleiner! Ganz im Gegenteil: Weiterhin ist die Stationierung neuer landgestützter Mittelstreckenwaffen in Deutschland vorgesehen und die entsprechenden Startsysteme werden beschafft. Neue Rüstungskontrollinitiativen werden weiterhin dringend benötigt.

Doch die vielen motivierenden Momente aus dem Jahr 2025 sind uns ein Ansporn den Protest für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen im kommenden Jahr zu verstärken!

Im folgenden wollen wir einen Einblick in unsere Arbeit im Jahr 2025 geben.

Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ wünscht angeregtes Lesen und einen guten Rutsch ins Jahr 2026!

29. März 2025: Demo gegen Mittelstreckenwaffen in Wiesbaden

Rund 3.000 Menschen kamen Ende März zur großen Demo gegen Mittelstreckenwaffen nach Wiesbaden, zu der wir mit weiteren Friedensorganisation aufriefen. Bei der Abschlusskundgebung beanstandete Regina Hagen von der Kamapagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“, dass die geplanten US-Marschflugkörper niedrig, unter dem Radar, und -Hyperschallwaffen besonders schnell fliegen. In beiden Fällen käme ein Angriff z.B. auf Moskau überraschend, eine Abwehr sei kaum möglich. Auch kritisierte sie den Einsatz russischer Mittelstreckenwaffen im Krieg gegen die Ukraine im November 2024. 

Hier kannst du die Rede nachlesen.

27. Juni 2025: Aktion am Rande des SPD-Parteitages

Friedensaktivist*innen der Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ bedankten sich am Rande des SPD-Parteitages am 27. Juni mit einem Banner bei den Unterzeichner*innen des Friedensmanifests aus der SPD.

„Auf dem Parteitag der SPD haben wir uns bei den Unterzeichner*innen des Friedensmanifest bedankt. Wir unterstützen ihre Ablehnung einer Stationierung von konventionellen US-Mittelstreckenwaffen ab 2026 in Deutschland. Anstatt die Rüstungsspirale weiter anzuheizen, sollte sich die Bundesregierung für Rüstungskontrolle und Abrüstung einsetzen.“, erklärte Kampagnensprecherin Angelika Wilmen (IPPNW) anlässlich der Aktion.

Die kurzfristig organisierte Aktion führte zu Gesprächen mit Delegierten und stieß obendrein auf Medieninteresse und zwei spontane Interviews. Darüber hinaus konnten zahlreiche Delegierte mit Infomaterial der Kampagne ausgestattet werden.

Wir bedanken uns bei allen Aktiven, die die Aktion ermöglicht haben, insbesondere bei der „IPPNW Deutschland“, der „Friedensglockengesellschaft Berlin“ und der „Berliner Mahnwache für das Verbot der Atomwaffen – weltweit!“.

Postkartenaktion "Für eine Zukunft in Frieden - nicht im Bunker!"

11. Oktober 2025: Für eine Zukunft in Frieden – nicht im Bunker!

Im Oktober konnten wir unsere Postkartenaktion „Für eine Zukunft in Frieden – nicht im Bunker!“ an den Start bringen. Mit dieser wenden wir uns an Verteidigungsminister Boris Pistorius und fordern ihn auf, von den Stationierungsplänen neuer Mittelstreckenwaffen und dem Kauf der dazugehörigen Typhon-Systeme Abstand zu nehmen und sich für die Wiederaufnahme von Rüstungskontrollverhandlungen stark zu machen!

Mitmachen kannst du noch bis Ende Januar 2026, denn die gesammelten Postkarten wollen wir am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar symbolisch an Verteidigungsminister Pistorius überreichen.

Aktionsmaterialien, Flyer, Artikel, Präsentationen und mehr

Der Informationsbedarf rund um das Thema Mittelstreckenwaffen in diesem Jahr war enorm. Das konnten wir ganz deutlich an der Nachfrage nach unseren Kampagnenmaterialien merken. Insbesondere unseren Flyer, in dem wir darüber aufklären, welche Gefahren von Mittelstreckenwaffen ausgehen sowie unsere Aktionspostkarten an Verteidigungsminister Pistorius (siehe unten) sind so gefragt, dass wir beide mehrfach in fünfstelligen Auflagen nachdrucken mussten.

Eine Übersicht über unser Aktions- und Infomaterial sowie weitere Hintergrundartikel, Musterreden und -präsentationen findest du hier.